15.07.2020

Antrag im Umweltausschuss: Grüne fordern mehr Priorität für Klimaschutz

Wir beantragten in der Sitzung vom 15.7.2020, das Thema „Klimaschutz im Landkreis Rhön-Grabfeld“ zu behandeln. Zudem stellten wir den Antrag auf Abstimmung über folgenden Beschluss:

Der Landkreis Rhön Grabfeld bekennt sich zu den Klimazielen des Pariser Klimaabkommens aus dem Jahr 2015, welches auch von der Bundesrepublik Deutschland ratifiziert wurde.

Dies bedeutet konkret für den Landkreis Rhön-Grabfeld: Die klimaneutrale Energieerzeugung im Landkreis erfolgt bis spätestens 2040 anteilig der Fläche des Landkreises Rhön-Grabfeld auf die Fläche der Bundesrepublik Deutschland.

Begründung:

Das Übereinkommen von Paris ist eine Vereinbarung der 197 Vertragsparteien der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) mit dem Ziel des Klimaschutzes in Nachfolge des Kyoto-Protokolls.

Es sieht die Begrenzung der menschengemachten globalen Erwärmung auf deutlich unter 2 °C gegenüber vorindustriellen Werten vor.

Eine Überblickstudie von Steffen et al. (2018) legt jedoch nahe, dass bereits das 2-Grad-Ziel nicht ausreichen könnte, um irreversible Rückkopplungen durch Kippelemente im Erdsystem sicher zu verhindern, die das Erdklima dann in eine Heißzeit überführen würden, deren Temperatur um mehrere Grad über der heutigen Temperatur liegen würde.

Deswegen sollte gemäß der Autoren ein ambitionierteres Temperaturlimit angestrebt werden, um diese Risiken möglichst zu minimieren. Auch der Sonderbericht 1,5°C globale Erwärmung des IPCC von 2018 warnt in diesem Zusammenhang vor irreversiblen Folgen, zudem vor der weiteren Zunahme von Hitzeextremen, Starkniederschlägen und Dürren sowie einer zusätzlichen Erhöhung des Meeresspiegels.

Vor diesem Hintergrund ist es nötig, dass auch der Landkreis Rhön-Grabfeld seinen Anteil zum Klimaschutz beiträgt. Zum Erlangen dieser Ziele ist ein entsprechender Ausbau der regenerativen Energien erforderlich.

 

 

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